Baukommunikation: Akzeptanz schaffen, Einsprachen verhindern

08. September 14

Grosse Bauprojekte betreffen immer viele Menschen: Anwohnende, Medienschaffende, Stimmberechtigte. Letztere bestimmen meist über den Erfolg oder Misserfolg grosser Bauvorhaben. Zum Glück ist Baukommunikation planbar.

Wer baut, erneuert und gestaltet. Doch wer baut, der reisst auch nieder und zerstört. Auf jeden Fall verändern Bauprojekte das gewohnte Bild. Was für die Investoren mit Vorfreude verbunden ist, kann bei den Anwohnern Ängste auslösen oder gar auf Ablehnung stossen. Es ist jedoch zentral für den Erfolg oder Misserfolg eines Bauprojektes, dass die unterschiedlichen Anspruchsgruppen laufend und gut über das Bauvorhaben informiert werden – dies hilft unter anderem Einsprachen gegen Bauprojekte zu verhindern.

 

Kommunikation schafft Akzeptanz

Bauprojekte sind einzigartig. Das wissen die Investoren. Doch leider versäumen sie es oft, dies den interessierten Stakeholdern zu zeigen. Um die nötige Akzeptanz zu schaffen, sind Information und Dialog wichtig. Nicht nur die Investoren sollen sich auf das Bauprojekt freuen, sondern wenn möglich der ganze Strauss an Stakeholdern. Doch dies bedarf geplanter Kommunikation.

 

Erstellen der Kommunikationsstrategie

Bauprojekte sind von der Planung bis zur Bauausführung genau terminiert. Sie werden in Etappen erstellt:

•  Die Planung beginnt mit ersten Zielsetzungen, umfasst Vorstudien, Studienwettbewerbe, die Mitwirkung, Abstimmungskampagnen und findet ihren Abschluss in der Baubewilligung.

•  Die Realisierung ist die eigentliche Bauphase vom Rohbau bis zur Übergabe.

•  Die Nutzung beginnt mit der Inbetriebnahme und dauert bis Ende der Lebensphase des Bauwerkes an.

Zur Bauplanung gehört auch das Erstellen einer Kommunikationsstrategie. Es müssen die Kommunikationsziele und die Kernbotschaft festgelegt, die Stakeholder identifiziert und die Kommunikationsmassnahmen bestimmt und terminiert werden.

Die Kommunikationsstrategie muss auf folgende W-Fragen Auskunft geben können:

Wer informiert...

Absender Botschaft

was an...

Inhalt der Botschaft

wen, ...

Anspruchsgruppe

wie und ...

Kommunikationsmassnahme

wann?

Zeitpunkt nach Kommunikationsplan

Während jeder Projektphase ist die Kommunikation unabdingbar: intern sowie extern. Intern mit den am Bau beteiligten Anspruchsgruppen und extern mit den Stakeholdern, welche vom Bau betroffen sind oder diesen durch ihre Meinung beeinflussen.

 

Identifikation der Stakeholder

Grosse Bauprojekte betreffen aufgrund ihrer Dimension und ihrer Dauer immer eine grosse Zahl an Stakeholdern. Diese Stakeholder sind die Zielgruppen der internen und externen Kommunikation.

Wir unterscheiden zwischen den internen, den externen direkt betroffenen und den externen indirekt betroffenen Stakeholdern.

Sind die Kernbotschaft festgelegt und die Stakeholder identifiziert, wird entschieden, über welche Kommunikationskanäle diese erreicht werden.

Es ist zu beachten, dass alle Stakeholder mit ihren Meinungen das Bauprojekt beeinflussen. Gegner können sich formieren und das Projekt, wenn die nötige Akzeptanz nicht geschaffen wird, politisch zu Fall bringen.

 

Definieren der Kommunikationskanäle

Nicht alle Stakeholder sind auf die gleiche Weise erreichbar. Darum ist es wichtig, über möglichst viele Kommunikationskanäle, aber dennoch gezielt zu informieren. Sei dies durch Massnahmen wie:

•  Infotafeln auf der Baustelle

•  Internetseite

•  Live-Cam

•  Flyer

•  Medienmitteilungen

•  SMS-Infodienst

•  Megaposter

•  Rundschreiben für Anwohnende

Wenn möglich, wird dem Bauprojekt ein Gesicht verliehen. Grosse, anonyme Bauprojekte sind nicht greifbar, und deshalb angreifbar. Wissen die Stakeholder nicht, welche Verantwortlichen hinter einem Projekt stehen, entstehen Unklarheiten. Es muss Dialog geführt werden. Über Kommunikationsmassnahmen wie:

•  Öffentliche Infoveranstaltungen

•  Baustellenrundgänge

•  Ausstellungen

•  Telefon-Hotline

•  Pressekonferenzen

•  Podiumsdiskussionen

•  Social-Media-Seiten

 

Professionelle Baukommunikation ...

... entlastet Generalunternehmer und Bauherr,
... minimiert das Risiko eines Scheiterns,

... weckt Vorfreude und

... schafft Akzeptanz.

 

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