Parkhaus Musegg: eine vernünftige Lösung für die Stadt Luzern

Das Luzerner Ingenieurunternehmen ewp bucher dillier AG lanciert die Idee eines Parkhauses unter dem Musegghügel neu. media-work organisierte die Medienkonferenz und unterstützte das Projekt in der ersten Phase mit Kommunikationsarbeit.

ewp bucher dillier AG: Beratung, Strategie, Medienarbeit, Text

Die Stadt Luzern braucht dringend eine Lösung für ihre Verkehrsprobleme. Private Initianten schlagen vor, innerhalb der nächsten Jahre unter dem Musegghügel ein Parkhaus zu erstellen. Die Zu- und Wegfahrt erfolgt über die Geissmattbrücke. Das unterirdische Bauwerk bietet auf fünf Etagen Parkfläche für 672 Personenwagen. Zusätzlich schafft es Raum für 30 Cars und somit die Möglichkeit, die Carparkplätze am Schwanenplatz und Löwenplatz aufzuheben. Das Projekt Parkhaus Musegg wird von lokalen und nationalen Investoren finanziert. Die Investitionen betragen zwischen 130 bis 150 Millionen Franken. Die Planungs- und Bauzeit dauert rund sechs Jahre.

Das Parkhaus Musegg soll neben Touristen aus aller Welt insbesondere einkaufs- und kulturinteressiertes Publikum aus der Region ins Stadtzentrum bringen. Beim Falkenplatz betreten die Besucherinnen und Besucher direkt die Altstadt. Diese wird zur Einkaufsmeile und zum zentralen Ort der Begegnung mit überregionaler Anziehungskraft. Die Altstadt wird als Lebensraum und kulturelles Zentrum gestärkt. Durch die zentrale Lage des Parkhauses wird die ganze Innenstadt für den Einkauf und damit für das lokale Gewerbe attraktiver.

Innenstadt vom Verkehr entlasten

Das neue Parkhaus hilft zudem, die Verkehrsachsen in der Innenstadt und die Seebrücke im Sinne des Aggloprogrammes und der städtischen Verkehrspolitik vom motorisierten Individualverkehr zu entlasten. Im Weiteren soll mehr Raum für den öffentlichen Verkehr (ÖV) sowie für den Velo- und Fussgängerverkehr entstehen. Das Parkhaus Musegg soll keine Pendler anziehen, welche mit dem Auto in die Stadt Luzern zur Arbeit fahren und damit den ÖV konkurrenzieren.

Das Parkhaus besteht aus zwei beidseitig verbundenen Kammern. Auf der Einfahrtsebene sind 27 Carparkplätze und drei Vorfahrten zur Altstadt für ein- und aussteigende Gäste  vorgesehen. Über rückwärtig angeordnete Rampen erreichen die Besucher im Einbahnverkehr vier darüber liegende Parkebenen für Personenwagen (PW). Diese bieten Platz für je 168 Parkplätze, davon sind je sechs als Behindertenparkplätze vorgesehen. Insgesamt verfügt das Parkhaus so über 672 PW- und über 27 Car-Parkplätze.

Auf der untersten Parkebene gelangen die mit Cars anreisenden Besucher durch eine 100 Meter lange Passage zwischen Bezirksgericht und Café Heini direkt auf den Falkenplatz. Der Zugang Falkenplatz wird durch mehrere Oblichter mit Tageslicht erhellt. Diese Passage ist sowohl für Car- wie auch für Individualreisende einer der ersten Eindrücke von Luzern. Entsprechend wird diese informativ, hell und einladend ausgestaltet. Ab dem Portal Falkenplatz ist jeder Punkt in der Altstadt von Luzern innerhalb von maximal 300 Metern erreichbar. Die oberste Parkebene führt direkt auf die Museggstrasse. Über die zum Parkhaus zugehörige Liftanlage wird für Touristen die Museggmauer im Bereich des Schirmerturms  wesentlich komfortabler erschlossen. Diese neue Erschliessung dürfte zudem auch für die Anwohnerinnen und Anwohner des Quartiers interessant sein.

Anschluss an die Nordumfahrung möglich

Die Personenwagen- und Carzufahrt zum Parkhaus erfolgt über die Geissmattbrücke, womit ein direkter Anschluss an das Nationalstrassennetz über den Autobahnanschluss Luzern Zentrum gewährleistet ist. Mit der Realisierung der Nordtangente kann das Parkhaus zusätzlich in einfacher Weise direkt ab der Umfahrung erschlossen werden. Dieses Portal käme im Maihof zu liegen.

Hydrogeologisch und geologisch ist das Parkhaus Musegg optimal in die vorhandenen Felsformationen und in die Landschaft eingepasst. Weiter legen die Initianten dieses Projekts grossen Wert auf eine möglichst geringe Belästigung der Bevölkerung und insbesondere der Anwohner während der Bauzeit. Ein optimaler Mitteleinsatz ermöglicht den schonenden Umgang mit den Ressourcen im Allgemeinen und mit dem Baumbestand im Bereich des Musegghügels im Besonderen.

Geplantes weiteres Vorgehen

Als nächster Schritt erfolgt die Eingabe des Projektes an den Luzerner Stadtrat. In Zusammenarbeit mit den Behörden werden anschliessend die Bedürfnisse und Randbedingungen und das weitere Vorgehen geklärt. Parallel dazu erfolgt die Erweiterung des Planerteams mit Fachspezialisten, und die Regelung bzw. Sicherstellung der privaten Finanzierung wird vorangetrieben. Der weitere Planungsprozess beinhaltet Vorabklärungen mit dem RAWI und hat zum  Ziel, dass bis Anfang 2015 das Vorprojekt erstellt werden kann.

Auswahl Medienspiegel

Radio Pilatus, 20. November 2013

20 Minuten, 20. November 2013

Tele 1, 20. November 2013